Wer ist Ylvie?
Hinter dem Projekt YLVIE stehen Sandra und Harald Pfeifer. Ihre Tochter Ylvie, die Namensgeberin des Projektes, hatte im Jahr 2016 einen Autounfall und erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma (SHT). Die damals 18-Jährige lag vier Wochen lang im Tiefschlaf und hing monatelang an lebenserhaltenden Maschinen. Sie konnte nicht selbstständig atmen, essen, sehen oder gar sprechen. Die erschütternde Diagnose: Wachkoma, vegetativer Restzustand. Nach einem Jahr sprach ein Arzt aus, was unzählige Angehörige von schwer gehirngeschädigten Menschen zu hören bekommen: Der Zustand werde sich nicht mehr wesentlich verbessern. Er riet der Familie, für Ylvie ein nettes Heim zu suchen und ihr Leben zu leben. Sonst würden sie die Situation nicht durchstehen.
Steiniger Weg mit vielen kleinen Erfolgen
Sandra und Harald Pfeifer und ihre erstgeborene Tochter Kathi wollten es aber durchstehen und holten Ylvie nach Hause. Es war ein sehr steiniger Weg. Der Austausch mit ähnlich Betroffenen, die ständige Suche nach innovativen Therapiemöglichkeiten und das Absolvieren ebendieser im In- und Ausland brachten mit der Zeit viele kleine Erfolge. „Plötzlich kam Ylvies erstes Lächeln“, erzählt Harald Pfeifer. Dann kamen ihre ersten Worte: „Gute Nacht!“ Und ihr erster Kuss auf Papas Wange. „Ich habe ihn stundenlang gespürt“, erinnert er sich. Bei den Pfeifers reifte der Plan, ein neues, adäquates Zuhause für Ylvie zu bauen. Dieses sollte auch für andere Menschen mit einer ähnlichen Lebens- und Leidensgeschichte offenstehen. Dafür sollten Therapieeinrichtungen und Ferienwohnungen geschaffen werden. Im Sommer 2018 kauften die Pfeifers schließlich eine ehemalige Mühle in Breitenwaida bei Hollabrunn. Ein riesiges Traumobjekt, das komplett entkernt und umgebaut wurde. 2023 startete der Betrieb von Projekt YLVIE.

