Erholung und Hilfe für Menschen mit komplexen, erworbenen Gehirnverletzungen & pflegende Angehörige
Das Projekt YLVIE ist einzigartig in Österreich. Erstmals wird für Menschen mit schweren Gehirnschäden und deren pflegende Familienmitglieder ein gemeinsamer Urlaub angeboten. Tagsüber gibt es für die SHT-Gäste ein intensives Therapie-Workout. Die Angehörigen können dabei ihr individuelles Ausflugsprogramm absolvieren, entspannen und sich mit anderen Betroffenen austauschen. Die Finanzierung der Aufenthalte erfolgt zu einem großen Teil aus Spenden.
Einzigartiges Leuchtturmprojekt
Das Projekt YLVIE ist in jeder Hinsicht einzigartig in Österreich und fungiert als soziales Leuchtturmprojekt.
In einer ehemaligen, aufwändig restaurierten Mühle wurde eine moderne Urlaubsdestination der besonderen Art etabliert. Sie richtet sich an Menschen mit Schädel-Hirn-Trauma (SHT) und deren pflegende Angehörige. Aber auch Menschen mit hohem Pflegeaufwand, beispielsweise nach einem Schlaganfall, sind mit ihren Angehörigen herzlich willkommen. Sogar ein letzter Familienurlaub für Palliativpatienten ist möglich, um die verbleibende Zeit in geschützter Atmosphäre bewusst und für alle Beteiligten so angenehm wie möglich zu gestalten. Der Gebäudekomplex liegt am Rande von Breitenwaida bei Hollabrunn (NÖ) und wird von Feldern, Weingärten und dem Wald umgrenzt. Seit dem Jahr 2023 werden für einen Aktivurlaub zwei absolut barrierefreie Appartements mit jeweils rund 65 m² Wohnfläche angeboten. Sie verfügen über zwei Zimmer, eine kleine Küchenzeile, ein barrierefreies Bad und sämtliche benötigte Hilfsmittel.
Familienurlaub mit Therapie-Workout
Tagsüber gibt es für die SHT-Gäste ein intensives Workout. Dazu stehen mehrere Therapieräume zur Verfügung. Die Angehörigen können nahegelegene Ausflugsziele erkunden. Zudem besteht die Möglichkeit, in der Gemeinschaftsküche zu kochen und die 20.000 m² große Anlage mit Kleintieren, Obstplantagen und Gemüsegärten zu genießen. Eine kleine Kapelle mit Geschichte dient als spiritueller Kraftort.
Der angrenzend errichtete Pferdestall bietet zudem die Möglichkeit einer tiergestützten Hippotherapie. Ein großer Gesellschaftsraum bietet Platz für Begegnungen, Musik und Feste. Er wird auch gerne von externen Organisationen und Firmen für Seminare und Vorträge gebucht.
Saisonale Feste auf dem Areal der ehemaligen Mühle bereichern den Jahresablauf.
In jedem Fall können sich die Urlauber laufend mit anderen Betroffenen in familiärer Atmosphäre austauschen. Zu den Angehörigen einer SHT-Patientin zählen auch Sandra und Harald Pfeifer, die diese private Einrichtung errichtetet haben und betreiben. Ihre Tochter Ylvie – die Namensgeberin der Urlaubs- und Therapie-Einrichtung – erlitt vor einigen Jahren bei einem Autounfall ein schweres SHT. Seither kämpft sie sich langsam und in kleinen Schritten in ein adäquates Leben zurück.
Finanzielle Unterstützung durch Sponsoren
Bei Projekt YLVIE sollen Familien aufgenommen werden, die ihre Angehörigen selbst pflegen“, erklärt Projektleiter Harald Pfeifer die Hintergründe. Denn diese würden eine Auszeit und spezielle Unterstützung ganz besonders dringend benötigen, um den Alltag dann wieder mit frisch getankter Energie zu bewältigen. „Die intensiven Therapien wären nur für wenige leistbar“, weiß Sandra Pfeifer: „Ziel ist daher, dass unsere Gäste nur einen Teil der Kosten selbst tragen müssen.“ Ein bedürfnisorientierter Urlaub bei YLVIE solle für die Betroffenen und ihre Familien so leistbar sein, wie es auch ein Familienurlaub ohne spezielle Bedürfnisse wäre. Die Pfeifers sind daher laufend auf der Suche nach kleinen und großen Sponsoren, um den Betrieb in dieser Form zu ermöglichen.
Projekt YLVIE widmet sich nicht zuletzt der Beratung von Familien mit SHT-betroffenen Personen. Harald und Sandra Pfeifer stehen mit ihrem reichen Erfahrungsschatz zum Thema jederzeit gerne zur Verfügung.


